Geocaching und Höhlen. Kann das funktionieren? Und vor allem, soll das auch funktionieren?

Hier denke ich, ist ein ganz klares JA angebracht. Geocacher sind von sich aus schon sehr naturbezogene Menschen, die sich auf Grund ihres Hobbys verstärkt mit der Natur und ihrem Schutz beschäftigen.

...der blick nach oben...


Bei dem Besuch einer ca. 40 Meter tiefen Schachthöhle im Fränkischen habe ich es mir nicht nehmen lassen eine der Höhlenregeln zu brechen und einiges aus der Höhle mit raus zu bringen.

...Müll...Natürlich war es Müll…und wie auf den Bildern zu erkennen ist, muss dieser schon eine lange Zeit im inneren der Höhle geschlummert haben. Aber zum Glück gibt es die dummen Geocacher, die ihn dann auch wirklich mit ans Tageslicht bringen und entsorgen.

Aber noch einmal zurück zu den Höhlen. Diese sind für jeden besuchbar und dies soll auch so bleiben. Da sollten die Geocacher mit positivem Beispiel vorangehen und diese schützenswerten Bereiche bestmöglich behandeln.

...geocaching is doof...“Wenn du in eine Höhle gehst…. nimm nichts mit, lass nichts zurück, zerstöre nichts und schlag nichts tot.”

Diese Grundregeln werden noch etwas erweitert und bei einigen sind in Klammern ein paar Gründe dafür zusammengefasst.

  • Nehme nichts aus der Höhle heraus.
    (Müll ist natürlich gestattet ;) )
  • Nimm deinen Müll wieder mit.
  • Lasse alle Tiere in der Höhle am Leben und leuchte sie nicht unnötig an.
    (Die Tiere im Inneren einer Höhle haben sich an die Dunkelheit gewöhnt und sind somit mit hellem Licht in vielen Belangen überfordert.)
  • Breche keine Steine, Sinter oder sonstiges ab.
  • Male nicht auf den Wänden herum.
  • Fasse keinen Sinter an.
    (Jegliche Berührung mit den Händen führt zu massiven Störungen der hoch sensiblen Kalkablagerungen durch Bakterien und Schweiß.)
  • Rauche nicht und mache kein Feuer.
    (Der Rauch stört massiv die Fledermäuse, die häufig für den Besucher unsichtbar in Deckenspalten hängen.)
  • Trete auf keine Versinterungen.
    (Der Sinter wird nicht nur verschmutzt, sondern er kann brechen und wird abgerieben.)
  • Eine Karbidlampe hat in einer Höhle nichts zu suchen.
    (Die Karbidlampe legt eine sehr große Rußschicht auf den Sinter und zerstört ihn unwiederbringlich. Ebenfalls stört der Rauch massiv die Höhlenbewohner.)
  • Nehme allen Müll mit ans Tageslicht den du findest.
    (Dies ist eine Frage der Ehre. Und diese haben alle Geocacher.)
  • Grabe nicht in der Höhle.
    (Dadurch werden wichtige Informationen (archäologische und paläontologische)  zerstört)
  • Halte die Fledermausschutzzeiten ein.
    (Da diese unterschiedlich sind, verwende zur Sicherheit immer den Zeitraum vom 1. November bis zum 15. April. Und wenn der Winter besonders kalt war, dann warte lieber ein paar Tage länger.)

...sinter...

Obwohl es bereits sehr negative Berichte zu Geocaching und Höhlen gegeben hat, ist es an der Zeit dies zu ändern und mit positivem Beispiel voran zu gehen.

Somit wird zusammen mit der Höhlenrettung Baden-Württemberg das erste Geocaching Höhlen Event Anfang Juni starten. Mit größter Sicherheit werden dann noch weitere Events und Aktivitäten folgen.

Damit das Kind einen Namen bekommt, habe ich ein bisschen in Bremen abgekupfert und alle weiteren Aktivitäten durch Geocacher im Zusammenhang mit dem Höhlenschutz werden unter dem Namen project C.A.V.E. laufen.

Lasst euch überraschen, was Anfang Juni passieren wird. Mehr wissenswertes rund um das Thema Höhlencaching, Updates zum Event, und zu eventuellen weiteren Aktionen könnt ihr in Kürze hier erfahren….

stay tuned

schnitzel…